Dareikos Goldmünzen

Dareikos Goldmünzen wurden im Achämenidenreich hergestellt. Es handelt sich bei dem Achämenidenreich um das erste Großreich Persiens. Es existierte vom späten 6. Jahrhundert v. Chr. bis in das späte 4. Jahrhundert v. Chr. und umfasste die Gebiete Ägypten, Israel, Libanon, Syrien, Zypern, Türkei, Usbekistan, Afghanistan, Irak und Iran. Der Umfang des Reiches gipfelte im Jahr 500 v. Chr. Zu dieser Zeit umfasste das Reich sogar Teile des Kaukasus, Pakistans, Bulgariens, Griechenlands und Libyen. Die Herrschaft der Achämeniden wurde von Alexander dem Großen niedergeschlagen.

Die Dareikos Goldmünzen des Achämenidenreichs bestanden aus Gold und hatten nicht die klassische Münzform, sondern waren geformt wie eine Bohne. Eine der Dareikos Goldmünzen wog ca. 8,42 g. Die Dareikos Goldmünzen werden unter Sammlern häufig als „Argypoi D“ oder „Dareikos Philippeioi“ bezeichnet. Eine solche Bezeichnung ist allerdings falsch.

Auf der Goldmünze sieht man den König des Achämenidenreichs im Lauf mit einem gespannten Langbogen in den Händen. Auf der Rückseite der Münze sieht man ein stark vertieftes Viereck. Als die ersten Münzen geprägt wurden, im Jahr 515 v. Chr. wog sie nur 8,05 g und war so viel wert wie der bereits im Umlauf befindliche Kroiseios. Die Dareikos Goldmünzen haben einen Feingehalt von 980/1000.

Die Goldmünzen waren das beliebteste und vorherrschende Zahlungsmittel im Bereich des Mittelmeers und zwar bis in das Jahr 345 v. Chr. Da das Reich hauptsächlich mit der Viehzucht und dem Ackerbau lebte, war der Handel unter den gewöhnlichen Handelsleuten die Haupteinnahmequelle. Anschließend entstand Philippeios unter dem Makedonier Philipp II. Später, unter der Herrschaft Alexanders des Großen, wurde der Doppeldareiken eingeführt. Die Münzen hatten die gleichen Präge-Motive, lediglich der Nennwert änderte sich. Allerdings werden diese Münzen aus Silber gefertigt, nicht aus Gold wie die Dareikos Goldmünzen.