Dukaten Goldmünzen

Dukaten wurden zwischen den Jahren 1284 und 1979 innerhalb ganz Europas genutzt. Diese Goldmünzen haben ein Feingewicht von 3,44 g, ein Gesamtgewicht von 3,49 g und einen Feingehalt von 986/1000. Die ersten Dukaten Goldmünzen wurden in Venedig hergestellt, von wo aus sie sich auf dem gesamten Kontinent verbreiteten. Die ersten Ausgaben trugen die Inschrift: „Sit tibi Christe datus quem tu regis iste ducatus“, es bedeutet „Dir, Christus, sei dieses Herzogtum, welches du regierst, geben.“ Aus dieser Inschrift entwickelte sich der Name „Dukat“ für die Dukaten Goldmünzen. Erst das Ende der Republik Venedig, im Jahre 1797 wurde die Herstellung des Dukaten eingestellt. Das Bild der Dukaten Goldmünzen wurde während der gesamten Prägezeit nicht besonders verändert und auch das Feingewicht der Münzen blieb konstant. Durch den stabilen Feingehalt, war diese Münze sehr beliebt unter Handelspartnern.

Die venezianischen Dukaten Goldmünzen galten jahrhundertelang die weltweit stabilste Währung. Betrachtet man die wirtschaftliche Entwicklung des Welthandels, wird schnell klar, dass die Dukaten Goldmünzen im 14. und 15. Jahrhundert als Welthandelsmünze galt. Der Dukat galt zudem noch als ein Maßstab für Standardgewichte und Gewichtsvergleiche. Er wurde in Deutschland sogar zur Reichsmünze erklärt, im Jahr 1559.

Es ist ein umstrittener Punkt, ob die Dukaten in Österreich im 19. Jahrhundert überhaupt ein gesetzliches Zahlungsmittel waren. Experten streiten sich über die Begriffe von Zahlungsmittel und Währung in diesem Zusammenhang. Es gibt allerdings Beweise dafür, dass es im Jahr 1858 in Österreich kein gesetzliches Zahlungsmittel war. Der Dukat wird bis heute als Sammlerstück und Geschenk-Münze geprägt.

Von der Diskussion in Österreich einmal abgesehen, kann man Dukaten aber getrost als Handelsmünze bezeichnen. In Holland stand der Dukat dem Goldgulden gegenüber und wurde gleichermaßen genutzt. Auch in Sachsen wurden Dukaten geprägt, im Jahr 1780. Auch hier wurden sie als Zahlungsmittel genutzt.